„Self-portrait with hummingbird“ colored pencil 2025 © Sara Heinrich  

BIOGRAFIE

  • Bildende Künstlerin, lebt und arbeitet in Buchholz in der Nordheide
  • 2007: akademischer Abschluss in Hamburg: Freie Malerei, Kommunikationsdesign, Illustration
  • freiberufliche Tätigkeit als Künstlerin, Dozentin und Kunstvermittlerin/ Museumspädagogin

KÜNSTLERISCHER IMPULS

Im Zentrum der Arbeit steht die Auseinandersetzung mit organischen Strukturen und deren innerer Logik. Zeichnung und Malerei dienen dabei als Mittel, um Prozesse von Wachstum, Verdichtung und Auflösung sichtbar zu machen.

Porträt und Landschaft erscheinen nicht als getrennte Gattungen, sondern als miteinander verbundene Felder. Beide kreisen um grundlegende Fragen von Identität, Erinnerung und Vergänglichkeit. Die Figuren sind von einer stillen, kontemplativen Präsenz geprägt, während die Landschaften als Übergangsräume zwischen Licht und Schatten angelegt sind. Das Fragmentarische und Unbestimmte ist dabei kein Mangel, sondern bewusstes Gestaltungsmittel.

In den Landschaftsarbeiten verschiebt sich der Blick von der Darstellung eines Ortes hin zur Untersuchung von Struktur. Vegetabile Formen, Äste und Verdichtungen entwickeln sich zu komplexen Gefügen, in denen sich Vorder- und Hintergrund zunehmend auflösen. Die Bildräume entstehen weniger durch Perspektive als durch Rhythmus, Überlagerung und Dichte.

Auch in den Porträts steht nicht die Abbildung im Vordergrund, sondern ein Zustand des Dazwischen. Der menschliche Körper wird als durchlässig gedacht – als Ort, an dem sich Innen- und Außenwelt, Wahrnehmung und Projektion begegnen. Tiere und organische Elemente fungieren dabei nicht als Symbol, sondern als Erweiterung dieses Beziehungsraums.

Die zeichnerische Linie bildet die Grundlage der Arbeit. In ihr verdichten sich Wahrnehmung und Struktur. Die Malerei hingegen öffnet den Prozess, löst Konturen auf und verschiebt die Gewichtung hin zu Fläche, Bewegung und Atmosphäre. Beide Medien folgen derselben Fragestellung: Wie lässt sich Lebendigkeit als Geflecht von Beziehungen darstellen?

Die Arbeiten verstehen sich als eine leise, poetische Annäherung an menschliche Präsenz – nicht als fest umrissene Form, sondern als etwas, das sich im Übergang, in der Verbindung und im Fragment manifestiert.


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